Dienstag, 16. Dezember 2014

43. Mobbing: Die soziale Norm bei SENIORBOOK und anderen sozialen Netzen

43.  Mobbing: Die soziale Norm bei SENIORBOOK und anderen sozialen Netzen

Dies ist eine leicht abgewandelte und erweiterte Version eines Textes, den ich zunächst als Beitrag bei Seniorbook geschrieben hatte.   

Bei Seniorbook war ich solange ein aktives Mitglied, bis ich gesperrt wurde.    Ich wurde zu unbequem.   Eine Meute von Mitgliedern war redlich bemüht, mich zu mobben.    Ihr Ziel, mich zu verletzen, konnten sie nicht erreichen, da ich Personen, die das versuchen, nicht ernst nehme, sondern als erbärmliche Kreaturen verachte.      Weil mich die Mobbingversuche nicht beeinflussen konnten, wurden sie immer mehr verstärkt.    Dadurch wurde ich für Seniorbook zu einem Störfaktor.   Die Störung kam zwar nicht von mir, aber ich war der Auslöser.   Mich zu sperren war da der Weg des geringsten Widerstandes.   

Ich habe Texte geschrieben, von denen sich einige Mitglieder provoziert fühlten, obwohl das nicht meine Absicht war.  Ich habe aber nichts getan, mit dem sich das Mobbingverhalten objektiv rechtfertigen ließe.   Die vorgeschobenen subjektiven Rechtfertigungen und Ursachenattribuierungen in meine Richtung sind irrational, dumm und absurd.   

Was mich aber empört und schockiert, ist die Selbstverständlichkeit, mit der Mobbingverhalten als soziale Norm hingenommen und akzeptiert wird.   Da ist Umdenken längst überfällig.

1.  Das schwarze Brett

Zu den Angeboten von Seniorbook gehört das schwarze Brett.  
Dort kann man kurze Texte anheften, und die können kommentiert werden.    Jeder hat die Möglichkeit, täglich bis zu acht solche Notizen zu schreiben.   
Eine Einschränkung bezüglich der Qualität der Inhalte gibt es nicht, Banalität, Dummheit, Oberflächlichkeit, Inhaltsleere, Redundanz sind dort eher die Regel als die Ausnahme.   All das wird üblicherweise geduldet. 
Nur anstößige Inhalte und Beleidigungen können auf Antrag vom Team gelöscht werden.  Leider aber wird das sehr willkürlich und einseitig gehandhabt. Statt den Umgangston zivilisiert zu halten, wird durch selektives Löschen Mobbing sogar noch erleichtert.   Koordinierte Löschanträge werden als Mobbingmethode eingesetzt.        
Da sehr viele Notizen veröffentlicht werden, verschwindet jede einzelne innerhalb kurzer Zeit in der Masse und damit auch in der Vergessenheit.  Aufgrund dieser Flüchtigkeit ist der Mangel an inhaltlicher Qualität unproblematisch.    Für anspruchsvollere Beiträge gibt es als Alternative die Themenwelt.   

Bei rationaler Nutzung werden die Inhalte dieses schwarzen Brettes nur überflogen.  Nur bei Interesse wird mit einem Kommentar reagiert, alle anderen Notizen werden ignoriert.  

1.1.   Meine Nutzung des schwarzen Brettes

Ich habe etwa einmal täglich einen Hinweis auf meine Partnersuche als Notiz geschrieben.  
(Text:  "Naturbelassene Querdenkerin (65) sucht sapiophilen, kopfgesteuerten Partner, für den die unsichtbaren Qualitäten einer Frau attraktiver sind als ihr Körper.
Ziel ist eine kognitiv-emotional orientierte (Über)Lebensgemeinschaft im epikurschen Garten und Elfenbeinturm und die Freude an Übereinstimmung und Gleichgesinntheit." 
Gefolgt vom Link zu diesem Blog)

Jeder rationale Mensch hätte diese Notiz einmal gelesen und sie danach mühelos ignoriert.   Immerhin besteht nun wahrlich kein Mangel an weiteren Notizen, um sich damit zu beschäftigen.   

Stattdessen wurde meine Notiz jedesmal wieder mit Kommentaren zugemüllt, auch noch, nachdem ich längst deutlich gemacht hatte, daß mir die Kommentare zu dumm und zu gehässig waren, um sie zu lesen.  Nur darüber, daß und von wem Kommentare kamen, wurde ich durch das System informiert.    

1.2.  Ein schwarzes Brett ist nicht automatisch ein Diskussionsforum

"Ein Schwarzes Brett (nach neuer Rechtschreibung auch: schwarzes Brett) ist ein Gegenstand, an dem Informationen (häufig ohne weitere Genehmigung) angebracht werden können. Häufig sind Schwarze Bretter in Form von Pinnwänden oder Tafeln in öffentlichen Einrichtungen, wie Schulen, Universitäten oder Bibliotheken vorzufinden. Bei den Informationen handelt es sich in der Regel um Such- oder Verkaufswünsche von gebrauchten Gegenständen oder Job-Angeboten und Nachfragen, ähnlich einer Annonce in einer Zeitung oder Zeitschrift."

http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzes_Brett

Wenn an einem schwarzen Brett über einer Notiz deutlich der Vermerk steht, KEIN DISKUSSIONSTHEMA, KRITIK ZWECKLOS, dann ist der Charakter der Notiz eindeutig. Es handelt sich um einen Aufruf, eine Suche, eine Mitteilung. Erwünscht sind sachdienliche Hinweise. Meinungen oder gar Kritik sind hingegen fehl am Platz und unerwünscht.

Das Veröffentlichen einer Notiz rechtfertigt nicht automatisch die Annahme oder Vermutung, es bestünde eine Diskussionsabsicht oder gar, daß kontroverse Kritik akzeptiert würde.

1.3.  Ein schwarzes Brett ist kein Territorium

Zweck des Zumüllens meiner Partnersuchnotiz mit Gift, Geifer und Jauche war es, Macht auszuüben, und mich dazu zu zwingen, die Notiz nicht mehr zu veröffentlichen.    Die gegen mich agierende Meute betrachtet offensichtlich das schwarze Brett als ihr persönliches Territorium.    Diese Personen bilden sich ein, berechtigt zu sein, den Zugang zu kontrollieren.   Nur wer Interesse an ihnen hat und sich im Verhalten deren sozialer Norm unterwirft, wird geduldet.    Jeder andere wird zum Ziel von Mobbingverhalten, um ihn zu vertreiben.   Diese Meute hat es zwar nicht geschafft, Macht über mich zu gewinnen, aber sie schafften es, das Team von Seniorbook so weit unter ihre Kontrolle zu bringen, daß die Hausmacht im Sinne der Meute gegen mich eingesetzt wurde.    

2. Angemessene Nutzung

Was angemessenes Verhalten in einem sozialen Netzwerk ist, legen die Nutzungregeln für alle fest.

Eine Nutzung in diesem Rahmen rechtfertigt keine Bemühungen von Mitgliedern, auch nicht als Meute, ein Mitglied durch Mobbing zu vertreiben oder mundtot zu machen. Ein Partnersuchaufruf meinerseits pro Tag und das nicht einmal jeden Tag war eine angemessene Nutzung des schwarzen Brettes. Falls nach dem Zumüllen durch Attacken es zweckdienlich war, den Aufruf erneut in noch müllfreier Form zu veröffentlichen, war auch das noch im Rahmen der Nutzungsregeln.   Das Recht auf 8 Notizen pro Tag gilt für alle, auch für mich.

3. Angemessenes Verhalten

Eine soziale Plattform wie Seniorbook bietet die Möglichkeit zu zwei grundsätzlich unterschiedlichen Interaktionsformen:
3.1. Kooperative Interaktion in der Form einvernehmlichen Gedanken- und Erfahrungsaustausches und der Klärung von Sachfragen

3.2. Verbale Macht- und Hierarchiekämpfe, bei denen um Positionen auf einer Denkhierarchie gekämpft wird

Der Wunsch nach friedlicher, einvernehmlicher Kooperation und der Drang zu verbalen Machtkämpfen sind gleichberechtigt. Kämpfer und Nichtkämpfer haben die gleichen Rechte. Seniorbook ist keine allgemeine Kampfarena.  Die Entscheidung zur Mitgliedschaft beinhaltet weder eine Akzeptanz, angegriffen zu werden, noch eine Berechtigung, andere anzugreifen.

Angemessenes Verhalten ist es, nur mit denjenigen zu kämpfen, die selbst auch kämpfen wollen und die das auch selbst deutlich zum Ausdruck bringen. Es ist immer unfair, Menschen, die selbst nicht kämpfen wollen, anzugreifen.

Aus der Mitgliedschaft und aktiven Beteiligung bei Seniorbook läßt sich nicht ableiten, welche Interaktionsform jemand möchte. Daraus ableiten zu wollen, daß jemand attackiert werden darf, ist ein grotesker Denkfehler.

Kritik ist nur dann gerechtfertigt und berechtigt, wenn entweder der Kritisierte explizit danach fragt oder der Kritisierende das zum Selbstschutz tut.

Alle andere Kritik ist immer ein verbaler Angriff mit dem Ziel, den anderen auf einen niedrigeren Platz in der Denkhierarchie zu zwingen.

Diejenigen Kämpfer, die Nichtkämpfer mit Kritik angreifen, machen dabei einen gewaltigen Hauptdenkfehler: Sie glauben daran, daß jeder in eine Denkhierarchie eingepaßt werden muß und darf und daß sich niemand einer Hierarchieeinordnung entziehen darf.

Auch nicht nachgefragte Ratschläge sind eine Form versuchter Hierarchieetablierung.   Wer sich einbildet, Ratschläge erteilen zu können, bildet sich ein, etwas besser zu wissen als der andere.  Oft sind die nicht nachgefragten Ratschläge völlig überflüssig, weil es sich um Alternativen und Optionen handelt, die schon längst überprüft, bewertet, durchdacht und verworfen worden sind.      

Daraus ergeben sich bei diesen Kämpfern mehrere sekundäre Denkfehler:
  • Keinem wird das Recht eingeräumt, außerhalb der Hierarchie zu bleiben.
  • Wer außerhalb der Hierarchie bleiben möchte, dem wird die Berechtigung zur Teilnahme an der Plattform global abgesprochen.
  • Eine automatische Duldungspflicht aller Mitglieder für Angriffe wird als selbstverständlich angenommen.
  • Hinweise oder Aussagen, daß jemand nicht kämpfen möchte, haben keine Wirkung.
  • Wer angegriffen wird und nicht kämpft, dem wird automatisch ein Platz ganz unten in der Denkhierarchie zugewiesen. Es wird erwartet und gefordert, daß er diesen Platz akzeptiert, einnimmt und sich entsprechend konform verhält.
  • Wer von einem Kämpfer angegriffen wird und nicht kämpft und sich trotzdem nicht wie jemand auf einer niedrigen Position verhält, wird als unbotmäßig wahrgenommen. In der Folge fühlen sich mehrere Kämpfer dazu berechtigt, sich als Meute zusammen zu schließen, um mit geballter Macht den Nichtkämpfer zur Einnahme des ihm zugewiesenen Platzes zu zwingen. Das ist Mobbing.

4. Der Unterschied zwischen Irrtum und Belästigung

Wenn jemand sich einmal irrt und einen Beitrag eines Nichtkämpfers als Einladung zu einem Angriff mit einem kontroversen und kritischen Kommentar mißversteht, dann sollte gegenüber einem zivilisierten Kämpfer ein freundlicher Hinweis ausreichen, um ihn von der Wiederholung dieses Fehlers abzuhalten.

Wenn jemand aber darauf hingewiesen worden ist, daß sein unerwünschter Angriff stört, und er absichtlich und wissentlich dieses Verhalten wiederholt, dann ist das eine Belästigung.

Wenn sich eine Meute zusammentut, um eine Person mit geballter Macht zu belästigen, ist das Mobbing.

5. Mobbbingverhalten und Mobbingerfolg

"Mobbing oder Mobben steht im engeren Sinn für „Psychoterror am Arbeitsplatz mit dem Ziel, Betroffene aus dem Betrieb hinauszuekeln.“[1] Im weiteren Sinn bedeutet Mobbing, andere Menschen ständig bzw. wiederholt und regelmäßig zu schikanieren, zu quälen und seelisch zu verletzen,"

http://de.wikipedia.org/wiki/Mobbing

Mobbing hat das Ziel, Macht auszuüben und jemandem dadurch Schaden zuzufügen. Das Mobbingverhalten selbst unterscheidet sich nicht zwischen den Fällen, bei denen das Ziel erreicht wird und denjenigen, bei denen das nicht gelingt.

Mobbingverhalten ist immer verwerflich, unabhängig davon, ob es erfolgreich ist oder ob die gemobbte Person nicht zum geschädigten Opfer wird.

Im Sinne von (3.) habe ich sehr deutlich gemacht, daß ich nur kooperativen Austausch suche, daß ich nicht kämpfen möchte und auch keinerlei Interesse an irgendeiner Position in einer Denkhierarchie habe. Ich habe auch deutlich zum Ausdruck gebracht, daß mein Partnersuchaufruf kein Diskussionsthema ist, und daß alle diejenigen, die den Aufruf bereits gelesen haben und die zu meiner Partnersuche nichts beitragen können, meinen Aufruf unkommentiert ignorieren mögen.

Trotzdem wurde mein Partnersuchaufruf jedesmal wieder gezielt mit dummen, gehässigen, aggressiven, absurden Kommentaren zugemüllt. Diese Attacken mit Müllkommentaren sind eindeutig eine gezielte Schikane, also Anstrengungen, mich zu mobben.

Allerdings fehlt zum Mobbingerfolg etwas sehr entscheidendes: Nur Menschen, die ich ernstnehme und respektiere, können mich verletzen. Für mich besteht die mobbende Meute aus ganz erbärmlichen Kreaturen, die ich verachte. Die Meute überschätzt sich. Sie bilden sich ein, Mücken zu sein, die zustechen zu können und berechtigt zu sein, das zu tun. Ich erlebe subjektiv nur, daß Fliegen lästige Dreckkleckse hinterlassen.  Fliegendreck auf meinem Suchaufruf ist lästig, verwundet werden kann ich aber dadurch nicht.

Mobbingverhalten hat aber oft sekundäre Folgen, wenn jemand zwar von den Schikanen nicht persönlich verletzt oder direkt geschädigt wird, wenn aber dadurch die Verfolgung von Zielen behindert wird.
Ich selbst habe nichts getan, womit sich die Attacken auf mich rechtfertigen lassen.    Es gibt keinerlei rationalen Grund, mich an meiner Partnersuche bei Seniorbook zu behindern.    Immerhin ist es sogar vorgesehen, im Profil die Option 'auf Partnersuche' zu aktivieren.   


Wenn jemand an einem echten schwarzen Brett aus Böswilligkeit den Aushang eines anderen zuschmiert oder entfernt, dann kann man solches Verhalten durchaus als asozial bezeichnen. Denn derjenige, der mit dem Aushang ein Ziel erreichen möchte, wird daran gehindert.

Manche Menschen sind leider zu leicht von der Meinung einer zufälligen Mehrheit beeinflußbar, und wenn eine Meute beginnt, eine Notiz zuzumüllen, dann wird der Müll schnell immer mehr.   Auch asoziales Verhalten kann zur sozialen Norm werden.  

Wer asozial ist, der lädt im echten Leben seinen Müll im Wald ab und bei Seniorbook seinen Müll auf (nicht nur) meinen Beiträgen

Ich betrachte das absichtliche Zumüllen meiner Partnersuchnotiz als asoziales Verhalten.

6. Der Unterschied zwischen proaktiv und reaktiv

Wer einen Beitrag startet, egal ob in der Themenwelt oder als Notiz, ist ein Gastgeber. Wer einen Kommentar dazu schreibt, ist ein Gast. Unter zivilisierten Menschen bestimmt der Gastgeber den Stil der Interaktion, die Gäste halten sich an die Vorgaben. So sollte es auch bei Seniorbook sein. Wenn der Gastgeber zu einem freundlichen kooperativen Gedankenaustausch einlädt, sind Kämpfer nicht eingeladen. Wenn der Gastgeber in eine Kampfarena einlädt, dann betreten Nichtkämpfer diese auf eigenes Risiko.

Ein Eindringling, der als Kämpfer einen kooperativen Beitrag kritisiert, begeht eine proaktive Attacke, bei Wiederholung ist das eine Belästigung. Wenn ich hingegen einem solchen Eindringling deutlich sage, daß er lästig und unerwünscht ist, dann ist das nicht proaktiv, sondern eine Reaktion auf eine an mich herangetragene Belästigung, an der ich unschuldig bin. Ich habe den Eindringling nicht eingeladen, mich anzugreifen.

Umgekehrt aber benehme ich mich als Gast, wenn ich selbst proaktiv andere Beiträge kommentiere. Als Nichtkämpferin schreibe ich nur kooperative Kommentare, entweder als Antwort zu Sachfragen oder als ergänzende subjektive Aspekte, wenn ich überwiegend zustimmen kann. Angreifende Kommentare schreibe ich nicht. Wenn sich andere trotzdem von mir provoziert fühlen, dann geschieht das, obwohl ich jegliche Kontroverse mit dem Gastgeber des Beitrages vermeide. Sobald es antagonistisch wird, ziehe ich als Nichtkämpferin mich zurück.

Kommentare zu meinen eigenen Beiträgen hätte ich bei Seniorbook löschen können. Ich tue das aber prinzipiell nicht. Denn durch Löschen würde ich die Bedeutung und den Effekt des Kommentares aufwerten. Ich würde den falschen Eindruck erwecken, als hätte der Kommentar mich getroffen oder als befürchtete ich die Wirkung auf Dritte. Da aber solche Kommentare ja nichts über mich, hingegen viel über die kognitiven Defekte mancher Kommentatoren aussagen, soll jeder solche Kommentare lesen und bei ausreichender Befähigung mit der Qualität meiner Texte vergleichen. Ich scheue diesen Vergleich nicht.

7.   Die Folgen der Impulsivität

Für viele Menschen gilt:  Spontane, dem Impuls folgende Verhaltensweisen sind meistens die dümmsten und aggressivsten, falls es im Verhaltensrepertoire einer Person Alternativen gibt.  Primitives Verhalten ist am spontansten.   
Zivilisiertes und intelligentes Verhalten erfordert mehr Anstrengung und eine Willensentscheidung.    Das gilt auch für Kommentare. 
Wenn die ersten Kommentare folgenlos und einseitig dumm und aggressiv sind, entsteht dadurch eine implizite soziale Norm, die weitere solche Kommentare ermutigt und andere verhindert.

8.  Der Unterschied zwischen personenbezogenen Attacken und Verhaltenskritik

In meinen eigenen Beiträgen bin ich zwar gelegentlich ziemlich drastisch, aber ich kritisiere prinzipiell nur Verhaltens-, Reaktions- oder Denkweisen sowie diejenigen, die sich bewußt dafür eintscheiden. Diejenigen sind für mich dann aber Prototypen, nicht Individuen. Diese Prototypen sind durch ihr Verhalten definiert.

Ich kritisiere keine individuellen Mitglieder, auch nicht, wenn sie mich attackieren. Ich kritisiere die Attacken, keine für mich bedeutungslosen Personen.

Wer durch die von ihm ausgehende Belästigung vorübergehend meine Wahrnehmung erreicht hat, ist für mich ein Prototyp der Sorte Belästiger oder Mobber. Er ist für mich deshalb nicht ein Mitglied, das andere, individuelle Eigenschaften hat. Genau so wie die Fliege, die einen Klecks hinterläßt, nur ein Prototyp der lästigen Fliegen ist.




Weitere Artikel mit Bedeutung für dieses Thema:

7. Metakommunikation  Der Unterschied zwischen Gedankenaustausch und verbalen Machtkämpfen

10.  Der Unterschied zwischen konstruktiver Kritik und verbalem Machtkampf

40.   Zwanghaftes Kommentieren bei sozialen Netzwerken

41.  Das Zwiebelmodell der sozialen Nähe eignet sich nicht für die Erklärung des Verhaltens in sozialen Netzen

Donnerstag, 11. Dezember 2014

42. Die fatale Wechselwirkung zwischen dem männlichen Dominanzstreben und dem traditionellen Altersunterschied bei der Partnerwahl

42.  Die fatale Wechselwirkung zwischen dem männlichen Dominanzstreben und  dem traditionellen Altersunterschied bei der Partnerwahl
 
Es gibt keinen rationalen Grund für die Behauptung, Männer seien Frauen überlegen.    
Wenn unabhängig vom Geschlecht eine Person einer anderen überlegen ist, dann beruht das auf individuellen Gründen.  

Die Wahnvorstellung mancher Männer, Frauen automatisch überlegen zu sein, nur weil sie Männer sind, läßt sich trotz der Absurdität evolutionär erklären.  

Einen evolutionären Vorteil bei der Arterhaltung hatten diejenigen Männer, die aufgrund körperlicher Stärke fähig und rücksichtslos genug waren, möglichst viele und zwar möglichst junge und gesunde Frauen auch gegen deren Willen zur Fortpflanzung zu zwingen. 

Das Ergebnis war eine über Jahrhunderte und Jahrtausende entstandene Tradition, bei der Männer über jüngere Frauen dominierten.  Diese asymmetrische Situation wurde durch die Kombination beider Faktoren, der körperlichen Überlegenheit und des Altersunterschiedes, extrem fatal für die Frauen.   Die Kombination war weit schlimmer als beide einzelnen Faktoren getrennt betrachtet:
  • Wenn ein Mann allein durch körperliche Übermacht einer gleichaltrigen Frau Dominanz aufzwingt, kann er ihr zwar äußerlich seinen Willen aufzwingen.  Ihre kognitive Anerkennung, daß er ihr in irgendeiner anderen Weise überlegen wäre, die kann er nicht erzwingen.    Sie erlebt Gewalt, nicht eine rational begründbare Hierarchie.
  • Ein Altersunterschied begründet in der Regel einen tatsächlichen kognitiven Vorsprung und eine echte Überlegenheit des Älteren.  Denn mit jedem Tag, den jemand lebt, lernt und entwickelt er sich. Ein Altersunterschied ist deshalb auch ein Unterschied in Wissen, Kenntnissen, Erfahrungen und Reife.
    Diese Auswirkung des Alters ist unabhängig vom Geschlecht.   Wenn die ältere Person keine Macht hat, dann sind die von beiden Seiten anerkannten Unterschiede auf bestimmte Bereiche beschränkt, ohne eine generelle Dominanzsituation zu begründen.  

Männer, die über eine jüngere Frau dominieren, machen einen fatalen Denkfehler.   Nur gegenüber jüngeren Männern fühlen sie sich aufgrund des Alters überlegen.  Eine altersbedingte Überlegenheit gegenüber jüngeren Frauen aber wird umgedeutet als generelle Überlegenheit als Mann.   Eine tatsächliche Überlegenheit erleben diese Männer nur dann, wenn die Partnerin jünger ist.   Dieser Denkfehler wird verallgmeinert.  Alle Frauen werden als angeblich den Männern unterlegen angesehen, unabhängig vom Alter der Frau, also sogar auch die altersbedingt einem Mann überlegenen Frauen.   
Zu dieser Fehleinschätzung trägt auch bei, daß eine Frau sich eher willig einer tatsächlich deutlichen altersmäßigen Überlegenheit des Partners unterwirft, selbst wenn sie die angebliche Überlegenheit der Männer als Männer nicht anerkennt.   Der Mann aber mißversteht die Gründe der Unterordnung als Bestätigung seines Denkfehlers.

Deshalb haben und hatten die Männer nicht nur die Macht, Dominanz zu erzwingen, sondern gegenüber jüngeren Frauen auch noch eine scheinbar rationale Rechtfertigung dafür.    Das Ergebnis war, daß bis vor etwas mehr als 100 Jahren Frauen so sehr als den Männern unterlegen angesehen wurden, daß ihnen in vielen Bereichen die Denkfähigkeit abgesprochen wurde.   Wählen durften Frauen nicht, Universitäten waren ihnen verschlossen, Ehemänner wurde als befähigt angesehen, ihren Frauen wichtige Entscheidungen aufzuzwingen, ohne sie auch nur zu fragen.  

Heute sind Frauen legal den Männern gleichgestellt.    Gleichaltrigen Frauen gegenüber läßt sich eine männliche Überlegenheit nicht rational begründen.    Also benutzen diejenigen Männer, die ihren eigenen Überlegenheitswahn nicht gefährden wollen, heute einen Trick. 
Sie meiden noch immer die gleichaltrigen, nicht unterlegenen Frauen.   Sie folgen weiterhin ihrer instinktiven Prädisposition und wählen nur jüngere Partnerinnen.  Die dadurch erlebbare echte Altersüberlegenheit wird nicht als solche anerkannt.   Stattdessen wird diese weiterhin als generelle männliche Scheinüberlegenheit umgedeutet, um Dominanzansprüche begründen zu können.    

Dienstag, 9. Dezember 2014

41. Das Zwiebelmodell der sozialen Nähe eignet sich nicht für die Erklärung des Verhaltens in sozialen Netzen

41.  Das Zwiebelmodell der sozialen Nähe eignet sich nicht für die Erklärung des Verhaltens in sozialen Netzen

Im Umgang mit persönlich bekannten wirklichen Menschen lassen sich, von innen nach außen betrachtet, Schichten der soziale Nähe unterscheiden, etwa so:
  1. Paarbeziehung 
  2. Enge Familienbindungen, also Kinder, Eltern und Geschwister
  3. Andere Verwandte und enge Freunde
  4. Ausgewählte Bekannte, Kumpels, zukünftige Freunde
  5. Unvermeidbare Bekannte, also Arbeitskollegen, Nachbarn
  6. Öffentlichkeit

Das menschliche Gehirn hat sich in der Evolution so weit entwickelt, daß es bei persönlich bekannten Menschen zur Unterscheidung der Schichten und zum jeweils angemessenen Verhalten fähig ist.  Für jede Schicht, die jemand als getrennt und unterschiedlich wahrnimmt, hat er ein daran angepaßtes Verhaltensrepertoire. 

Dieses unterscheidet sich bei
  • Vertrauen oder Zugangskontrolle zum persönlichen Bereich und zu Informationen
  • Offenheit oder Diskretion und Verschwiegenheit
  • Verletzbarkeit und Verwundbarkeit oder Gleichgültigkeit und Unangreifbarkeit
  • Reaktion auf unerwünschtes Verhalten, also reaktive Kritik oder Kontaktvermeidung
  • Unterstützung einschließlich ehrliches Feedback oder Desinteresse und Zurückhaltung
  • Respekt bei Gleichrangigkeit oder Toleranz und Duldung

Wer aber als Mitglied eines sozialen Netzes vor einem Bildschirm sitzt und mit nur als Text und mit Bildern repräsentierten, persönlich nicht bekannten Menschen interagiert, ist oft davon überfordert, sich angemessen zu verhalten.  Denn diese Situation gab es während der Evolution des menschlichen Gehirns und bis vor wenigen Jahrzehnten noch nicht.
  • Die Distanz, die man Fremden gegenüber üblicherweise wahrt, verschwindet.   Die Hemmschwelle sinkt, Fremde erscheinen als vermeintlich nahestehende Personen und werden so behandelt.  Einerseits wird ihnen unangemessenes Verhalten zugemutet, weil man sie nicht kennt und seine eigenen Erfahrungen unreflektiert überträgt.   Andererseits wird ihnen auch zuviel Bedeutung und Macht eingeräumt.   Man macht sich verletzbar, indem man die gleiche Rücksicht erwartet wie von den Menschen, die einen selbst und die eigenen Empfindlichkeiten kennen.
  • Im schriftlichen Kontakt sind alle nichtverbalen Reaktionen auf das eigene Verhalten unsichtbar.    Wer andere schriftlich angreift, erfährt höchstens einen Bruchteil der Reaktion.  
    Wer also bösartig ist und von der sichtbaren, in den Antworten erkennbaren Wirkung seiner Aggressionen und Gehässigkeiten enttäuscht wird, der steigert sein Verhalten und wird noch gehässiger.   
    Wer gutartig ist und nicht bemerkt, was er unbeabsichtigt anrichtet, lernt nichts dazu und hat keine Chance, sein Verhalten in Richtung zu mehr Rücksicht zu korrigieren.            
  • Solange Texte und Bilder immer untrennbar mit einem materiellen Trägermedium verbunden waren, ließen sich auch diese Medien ohne Irrtum unterschiedlichen Kommunikationstypen zuordnen.   Notizen, Tagebücher, Rundbriefe, Bücher, Plakate waren eindeutig und konnten nicht versehentlich verwechselt werden.    Heute aber hat jemand einen Text auf einem Bildschirm vor sich, und es gibt keinerlei oberflächlich erkennbaren Unterschied mehr, ob dieser Text ein für sich selbst geschriebener Text ist, eine erhaltene oder gerade selbst geschriebene private Nachricht, ein fremder oder ein eigener öffentlich zugänglicher Text ist.   
    Dadurch werden die eigentlich bedeutsamen Unterschiede verwischt.     


Samstag, 6. Dezember 2014

40. Zwanghaftes Kommentieren bei sozialen Netzwerken

40.   Zwanghaftes Kommentieren bei sozialen Netzwerken

Wenn jemand bei einem beliebigen sozialen Netzwerk oder Forum einen Beitrag liest und nicht mit dem Inhalt einverstanden ist, dann genügt ein einziger Klick, um sich ohne Kommentar etwas anderem zuzuwenden.

Wer am Kommentierzwang leidet, ist dazu nicht fähig.

Der Selbsttest dazu ist sehr einfach.

Man öffne einen eindeutig und ausdrücklich nicht für Kommentare geeigneten und vorgesehenen Beitrag.   Meine Partnersuchnotiz am schwarzen Brett eines sozialen Netzes ist ein Beispiel.  Oben drüber steht deutlich und unübersehbar: Kein Diskussionsthema, Kritik zwecklos, Kommentare lese ich nicht.
  • Wer es anschließend mühelos schafft, ohne Kommentar auf das x zum Schließen zu klicken, der hat keinen Kommentierzwang.
  • Wem es in den Fingern kribbelt, etwas zu schreiben, wer aber dann tief Atem holt und doch ohne Kommentar auf das x zum Schließen klickt, ist gefährdet.
  • Wer nicht anders kann als trotzdem einen Kommentar zu schreiben, der unterliegt dem Kommentierzwang.

Als Zwangsstörungen werden Verhaltensweisen angesehen, für die unter anderem gilt:

1. Die zwanghafte Handlung selbst oder aber die überflüssigen Wiederholungen einer eigentlich einmalig sinnvollen Handlung bringen keinen Nutzen, weder für den Handelnden selbst noch für andere Menschen. Das Verhalten selbst ist sinnlos.

2. Das Ausführen der Zwangshandlung verschafft dem Handelnden vorübergehend Erleichterung vom Druck durch irgendeine Art von Unwohlsein.

3. Der Zwang führt zu Nachteilen, die beim Betroffenen selbst Leiden erzeugen. Diese Nachteile können auch die Reaktionen der durch das Zwangsverhalten beeinträchtigten Personen im Umfeld des Betroffenen sein.

4. Zwangsverhalten läßt sich nicht dadurch beeinflussen, daß man dem Betroffenen rational zuredet, ihn verspottet, ihm Verachtung zeigt oder ihn als lästig und störend behandelt. Der Drang nach Erleichterung ist stärker.

 
Bei einigen Mitgliedern sozialer Netzwerke läßt sich ein Kommentierzwang beobachten. Dieser Zwang erfüllt alle Punkte der obigen Definition außer dem dritten.

1. Die zwanghaften Kommentatoren schreiben Kommentare, von denen sie wissen, daß sie nicht erwünscht, sondern lästig sind. Diese Kommentare sind wertlos, nutzlos und sinnlos.

2. Die zwanghaften Kommentatoren verschaffen sich Erleichterung durch das Abreagieren von Frustrationen, Aggressionen, Haß, Machtgelüsten und/oder der subjektiven scheinbaren Aufwertung der eigenen Person.

3. Die zwanghaften Kommentatoren leiden nicht, weil sie sich die benötigte Erleichterung so verschaffen, daß sie selbst nie nachteilige Folgen erleben. Denn dadurch, daß sie sich die Erleichterung nicht durch Abreagieren an signifikanten Menschen in ihrem Umfeld verschaffen, sondern an entfernten und für sie insignifikanten Unbekannten, vermeiden sie alle Nachteile.

Oberflächlich betrachtet ähnelt das Verhalten beim Zwangskommentieren dem beim Mobbing. Nur ist Mobbing ein gezieltes Verhalten, um jemandem Schaden zuzufügen. Bei den Zwangskommentaren ist die Erleichterung der Grund, weshalb das Abreagieren selbst dann funktioniert, wenn eine dabei als Katalysator wirkende Person nicht geschädigt wird.

4. Das Verhalten der Zwangskommentatoren läßt sich nicht dadurch beeinflussen, daß man dem Betroffenen rational das Desinteresse an seinen Kommentaren deutlich erklärt, daß man ihn verspottet, daß man ihn verachtet und/oder daß man ihn als lästig und störend ablehnt. Der Drang nach Erleichterung ist stärker.

Zwanghaft geschriebene Müllkommentare haben aber nur dann eine Wirkung, wenn sie zu jemandes Texten geschrieben werden, der selbst unter einem Lesezwang leidet, der also den Drang fühlt, alles lesen zu müssen, was an ihn gerichtet ist.

Einen solchen Lesezwang empfinde ich nicht. Ich suche einen Lebenspartner. Da mir jeder Nachrichten an mein Postfach oder meine Emailadresse schicken kann, habe ich weder einen Grund noch ein Interesse, den Müll auf meinen Partnersuchnotizen zu lesen.

39. Kontaktinitiativen von gebundenen Männern

39.   Kontaktinitiativen von gebundenen Männern
 
Mein Profil und meine Texte auf Partnersuchportalen und sozialen Netzwerken sind eindeutig.   Ich bin allein und ernsthaft auf Partnersuche.   Trotzdem werde ich gelegentlich von gebundenen Männern kontaktiert.  

Mit den gebundenen Männern aus meinem Lebensumfeld, also Nachbarn, Arbeitskollegen etc. pflege ich einen distanziert-freundlichen Umgang.   Ich nehme gebundene Männer weder als Individuen noch als für mich bedeutsame Menschen wahr.   Sie sind für mich als sichtbare Hälfte eines Paares nicht mehr als ein Teil der Umweltmöblierung, so wie z. B. Straßenlaternen.  Sie existieren zwar, sie können im Rahmen des Alltagslebens gelegentlich eine nützliche Funktion haben.    Als Person interessieren sie mich nicht.    

Falls gebundene Männer aber fremdgehen oder aktive Schritte in diese Richtung machen, dann betrachte ich sie als Abschaum, den ich verachte.  

Mal abgesehen davon, daß ich bei jeder Mail auch noch die Hoffnung habe, mich könnte endlich der passende Partner kontaktieren, und daß auch die Zuschriften von gebundenen Männern eben nur wieder eine Enttäuschung sind, drückt der Kontaktwunsch eines gebundenen Mannes mit einer alleinstehenden Frau eine sehr abwertende Einschätzung ihrer Person aus.

Wenn ein Mann annimmt, eine Frau wäre bereit, ihn mit seiner bisherigen Partnerin zu teilen, hält er sie für
  1. dumm und blöd, denn das bringt auch ihr selbst nur Leiden und Elend.  
  2. derart minderwertig, daß sie seiner Meinung nach dankbar zu sein hat für das bißchen seiner ihr gnädig zugestandener Zeit und Aufmerksamkeit.  So als wäre sie für einen gesamten Mann nicht gut genug.    
  3. so grausam und rücksichtslos, daß sie seiner schon vorhandenen Partnerin etwas derartiges antun würde.
Gebundene Männer sollten erst einmal nachdenken, bevor sie alleinstehende Frauen mit Kontaktwünschen irgendwelcher Art belästigen.    

Dienstag, 2. Dezember 2014

38. Das Fortpflanzungserzwingungsverhalten als Wesensmerkmal des Islam

38. Das Fortpflanzungserzwingungsverhalten als Wesensmerkmal des Islam

Aus der politischen Diskussion über den Islam halte ich mich heraus.    Aus meinem persönlichen Blickwinkel der Apistia lehne ich alle Religionen ab.   

In einem vorherigen Beitrag habe ich erklärt, daß und warum die männliche Kombination von Triebstärke, Macht und Rücksichtslosigkeit unter den Lebensbedingungen vergangener Zeiten einen Vorteil bei der Arterhaltung hatte und daß sich deshalb die Tendenz zum Fortpflanzungserzwingungsverhalten im Genpool in erschreckendem Ausmaß durchsetzen konnte. 
 
Zum Wesen des Islam gehört die Rechtfertigung des Fortpflanzungserzwingungsverhaltens als ein angeblich göttlicher Wille.   

Die positive Bewertung und die Rechtfertigung der Triebstärke und des Anspruches auf Machtausübung steht direkt im Koran: 
  • Polygamie – 4 Frauen sind erlaubt
... " Und wenn ihr fürchtet, gegenüber den Waisen nicht gerecht zu sein, dann hei- ratet, was euch an Frauen beliebt, zwei, drei oder vier. Wenn ihr aber fürchtet, (sie) nicht gleich zu behandeln, dann nur eine, oder was eure rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt. Das bewirkt es eher, daß ihr euch vor Ungerechtigkeit bewahrt. " ... 4,3 Sure
  • Vorrang des Mannes vor Frau - Gewalt gegen Frauen - Schlagt die Widerspenstigen
... " Die Männer haben Vollmacht und Verantwortung gegenüber den Frauen, weil Gott die einen vor den anderen bevorzugt hat und weil sie von ihrem Vermögen (für die Frauen) ausgeben. Die rechtschaffenen Frauen sind demütig ergeben und bewahren das, was geheimgehalten werden soll, da Gott es geheimhält. Ermahnt diejenigen, von denen ihr Widerspenstigkeit befürchtet, und entfernt euch von ihnen in den Schlafgemächern und schlagt sie ,. Wenn sie euch gehorchen, dann wendet nichts Weiteres gegen sie an. Gott ist erhaben und groß. " ... 4,34 Sure
  • Frauen sind immer für den Mann bereit
... " Eure Frauen sind für euch ein Saatfeld. Geht zu eurem Saatfeld, wo immer ihr wollt. Und schickt für euch (etwas Gutes) voraus. Und fürchtet Gott und wißt, daß ihr Ihm begegnen werdet. Und verkünde den Gläubigen frohe Botschaft. " ... 2.223 Sure

Das waren nur drei von vielen frauenfeindlichen Zitaten, hier steht noch mehr.   
http://europenews.dk/de/node/11537

 
In der evolutionär nahen Vergangenheit von wenigen tausend Jahren, während der die großen Religionen einschließlich des Islams entstanden sind, war der menschliche Verstand schon ähnlich weit entwickelt wie heute.  
Wenn rationales Denken unabhängig von jeglichem Glauben möglich gewesen wäre, hätte das Leiden der Frauen und die Privilegien der Männer im Fortpflanzungserzwingungsverhalten schon damals zu der Erkenntnis geführt, daß dieses Verhalten unangebracht, ungerecht und grausam ist.   
Frauen hätten sich dagegen gewehrt, rücksichtsvolle und empathische Männer hätten sich geweigert, Frauen Leiden aufzuzwingen.   

Die Religionen wurden als Gegenmaßnahme von solchen Männern erfunden, die von ihren Privilegien im Fortpflanzungserzwingungsverhalten profitierten und weiterhin ungehindert und unwidersprochen profitieren wollten.  Zu ihrem eigenen Vorteil wollten sie es dehalb gesellschaftlich so verankern und verfestigen, daß es nicht mehr in Frage gestellt werden konnte.    
Der Glaube, daß dieses Verhalten der Wille eines oder mehrerer Gottheiten wäre, war dazu ein leider äußerst erfolgreicher Trick.  Dadurch ließen Frauen sich in die willige Unterwerfung manipulieren.  Soweit Männer Hemmungen aufgrund von Rücksicht und Empathie hatten, wurden sie durch Erziehung und soziale Norm desensibiliesiert.  

Bis heute fehlt weitgehend ein Bewußtsein für den fatalen Zusammenhang zwischen den tierischen Instinkten, den Religionen und dem sichtbaren und erlebbaren männlichen Verhalten, unter dem viele Frauen leiden.  

Montag, 1. Dezember 2014

37. Eine unfreiwillige Begegnung mit einem Straßenköter

37.  Eine unfreiwillige Begegnung mit einem Straßenköter

Vorneweg zur Erklärung:  Als Straßenköter bezeichne ich solche Männer, die ohne emotionale Bindungen mit Frauenkörpern kopulieren, weil sie die Frauen mit Closchüsseln für ihre Körperabfälle verwechseln.  

Es war zu meiner Studentenzeit, als ich zusammen mit X., einer Kommilitonin, einen Abend in der Disko verbrachte.   Ich lebte in einem etwas außerhalb der Stadtmitte gelegenen Wohnheim.   X. hatte ein Auto, ich nicht.  

X. hatte sich eine Weile mit Y. unterhalten.   Als die Disko zumachte, lud Y. uns ein, wir könnten ja noch bei ihm etwas trinken.    Da ich nicht zu Fuß nach Hause wollte, willigte ich ein.   
Selbst damals noch ohne Führerschein, hatte ich dabei über die Folgen von Alkohol nicht nachgedacht.  Nur darüber, daß wir als zwei Frauen gegen einen Mann keinen Übergriff zu befürchten hatten.  

Aber X. trank dann ein bißchen zu viel und erklärte, sie könne nicht mehr fahren.  

Die darauf folgende, mich völlig verblüffende Szene hat sich mir für immer eingeprägt.   

Y. wies uns ohne sichtbares Zögern oder Zweifeln in anmaßender Unverfrorenheit Schlafplätze zu.    X. sollte auf dem Sofa schlafen, ich in seinem Bett.  

Ich war sprachlos.    Ich konnte es einfach nicht begreifen.   Ich hatte mir das wirklich nicht selbst eingebrockt.  Ich hatte keine Schmiere im Gesicht, ich trug figurverhüllenden Schlabberlook und flache Schuhe.   Nichts, wirklich gar nichts an mir war aufreizend.  Ich flirte nie, und ich hatte nichts getan, was man als flirten hätte auslegen können.   Ich hatte mit gar nichts signalisiert, daß ich für derartigen Mißbrauch zur Verfügung stehen würde.    Nur getanzt hatte ich, und das auch nur solo.   Das allein reichte offensichtlich schon aus, um mit einem derartig entwürdigenden Ansinnen bestraft zu werden.  

Ich stand einen langen Moment in Fassungslosigkeit erstarrt da.   Y. bemerkte das, und mit völligem Gleichmut lud er daraufhin eben X. in sein Schlafzimmer ein.   Ganz offensichtlich waren wir für ihn zwei beliebig austauschbare Gebrauchsgegenstände.    Eine von uns wollte er mißbrauchen, aber welche, das spielte für ihn keine Rolle.   

Es war ein langer Weg nach Hause, zu Fuß morgens um zwei Uhr.   Unterwegs habe Ich gegrübelt und gegrübelt, was X. und Y. zu einem Verhalten bewegen haben könnte, das ich damals noch für krank hielt.   Ich selbst empfinde Körperkontakt mit fremden Männern als eklig und körperliche Nähe mit einem Partner erst als angenehm, wenn zuvor emotionale Bindungen entstanden sind.  
Damals war ich noch so naiv, daß ich von mir auf andere geschlossen habe und deshalb annahm, alle würden so empfinden wie ich.  

Und dann waren da nun plötzlich zwei, die sich nicht kannten und sich trotzdem nicht voreinander ekelten.   Ich konnte es mir nicht erklären.  Erst Jahre später, nachdem ich die Psychobiologie entdeckt hatte, habe ich die Antwort gefunden.  
Die Instinkte der Männer sind diametral anders als meine Bedürfnisse und die vieler anderer Frauen. Im Gegensatz zu dem Ekel, den ich vor fremden Männerkörpern empfinde, empfinden viele oder sogar die meisten Männer nicht nur keinen Ekel, sondern stattdessen einen schwer kontrollierbaren Drang, mit fast jedem Frauenkörper wie ein Straßenköter zu kopulieren. Und bei den Frauen, die sich häufig um irgendwelcher Vorteile willen von Straßenkötern gebrauchen lassen, wird die Ekelschwelle allmählich abgebaut.   

Damals war ich noch geschockt.   Heute ekelt mich immer noch, wenn Männer Frauen mißbrauchen wollen.   Schocken kann es mich nicht mehr.