Samstag, 25. Oktober 2014

28. Die Schwierigkeiten meiner Partnersuche, statistisch betrachtet

28.   Die Schwierigkeiten meiner Partnersuche, statistisch betrachtet

Ohne sonstige Suchkriterien habe ich auf zwei sich als ernsthaft präsentierenden Partnersuchportalen die Zahlen für alle eingeschriebenen Männer in der zu mir passenden Altersgruppe ausgeben lassen:
Portal1 ist ein deutsches Portal, Portal2 ist ein internationales Portal in der deutschsprachigen Version, wo ich nur die Zahlen für Deutschland berücksichtigt habe.

Die Summe aller eingetragenen Männer im Alter von 61 bis 71 deutschlandweit beträgt bei Portal1 4125, bei Portal2 793.     

Bei dieser Altersgruppe habe ich, soweit möglich, meine grundsätzlichen, nicht verhandelbaren Suchkriterien angewandt: 
  • Suchziel Beziehung;
  • single, geschieden oder verwitwet;
  • keine Kinder;
  • Studium;
  • Nichtraucher;
  • Atheist oder keine Religion.    
Das Ergebnis sind 1,96% (81 von 4125 Profilen) und 1,26% (10 von 793 Profilen).    Bei der weiteren Einschränkung der Suche auf 100 km bzw. 75 Meilen um meinen Wohnort ergeben sich auf Portal1 1,36% (11 von 809 Profilen) und auf Portal2 2,21% (3 von 136 Profilen).

Ich kann also mal annehmen, daß so um die 2 % der auf einem ernsthaft erscheinenden Partnersuchportal eingeschriebenen Männer im passenden Alter einigen wesentlichen meiner Suchkriterien entsprechen.   Einige weitere, ebenfalls wichtige Kriterien sind dabei aber noch gar nicht berücksichtigt. 
  • Nur höchstens die Hälfte des politischen Spektrums ist für mich akzeptabel oder tolerabel.  
  • Nur ein Bruchteil der Männer ist mehr kopf- als triebgesteuert. 
  • Außerdem sollten dann auch noch Partnerschaftsvorstellungen und -bedürfnisse, Interessen, Freizeitverhalten, Angewohnheiten und Geschmack so weit vereinbar sein, daß es zumindestens nicht dadurch zu Konflikten kommt, daß das, was einer tut, den ändern stört, belästigt oder gar verletzt.   
  • Schließlich suchen lange nicht alle Männer, die meinen Kriterien entsprechen, auch umgekehrt eine Frau wie mich.  

Deshalb passen eben leider noch lange nicht 2 von 100 der auf einem Partnersuchportal eingeschriebenen Männer in meiner Altersgruppe zu mir.   Grob geschätzt ist es wohl weit eher 1 von 10.000.

 
Jemandem, der so selten ist, dem kann ich nicht per Zufall und mit Abwarten begegnen.   Den muß ich selbst aktiv suchen.   Nur, wenn ich viel Mühe investiere, habe ich überhaupt eine Chance, jemanden zu finden.  

Leider aber reicht selbst alle aktive Mühe nicht aus, wenn immer mehr Männer unsichtbar werden, wie in den Einträgen 20 und 26 schon ausgeführt.   Vielmehr brauche ich Unterstützung bei meiner Suche.

Zusätzlich zu denjenigen, die zu mir passen könnten und die auch auffindbar auf einem Partnersuchportal eingeschrieben sind, gibt es sicherlich auch noch einige Männer, die zwar ebenfalls zu mir passen würden, die sich aber von der geringen Wahrscheinlichkeit haben entmutigen lassen und die deshalb auf keinem Partnersuchportal zu finden sind. Sie leben leider irgendwo einsam und zurückgezogen im Verborgenen und sind für meine Suche unerreichbar.

Ein solcher Mann hat ein soziales Umfeld, das können Nachbarn, Freunde, Verwandte, Arbeitskollegen, Freizeitkumpels sein.   Nur die Menschen in diesem Umfeld wissen um seine Einsamkeit, seine Sehnsucht und seine Wünsche.   Aber sie sind gleichgültig, sie tun nichts für ihn.    Oder sie sind gutwillig, aber sie tun das falsche, indem sie ihn trösten, ablenken, in soziale Aktivitäten einbinden, also sich bemühen, seine Situation für ihn erträglicher zu machen, statt ihm zu helfen, etwas daran zu ändern.
Oft wäre es nur eine geringe Mühe, zwei einsame, alleinstehende Menschen miteinander bekannt zu machen.   Ein sehr geringer Aufwand könnte schon ausreichen, um für zwei Menschen den Riesenunterschied zwischen dem Elend der Einsamkeit und dem Glück der gleichgesinnten Gemeinschaft zu bewirken.   Aber das wird nicht getan, niemand kümmert sich.  

Deshalb hier mein Aufruf und meine Bitte um Unterstützung an diejenigen, die einen dieser zurückgezogenen, einsamen Männer kennen, jemanden, der meiner in diesem Blog beschriebenen Suche entspricht. 

Bitte überwindet Eure Gleichgültigkeit, bringt uns miteinander in Kontakt.     Auch wenn es keinen Grund gibt, etwas für mich, eine unbedeutende Fremde zu tun, so tut Ihr damit auch etwas für ihn, der Euch vielleicht nahe steht.  Macht ihn glücklich und mich als Nebeneffekt auch.    

Donnerstag, 23. Oktober 2014

27. Das Märchen vom Froschkönig aus der Sicht einer kopfgesteuerten Frau

27.   Das Märchen vom Froschkönig aus der Sicht einer kopfgesteuerten Frau
Manche Redensarten sagen sehr viel mehr aus als es oberflächlich erscheint, wenn man ein bißchen darüber nachdenkt.  

Einen Frosch zu küssen in der Hoffnung, daß er ein verzauberter Prinz sein möge, ist eine Metapher für die aktuellen Schwierigkeiten der Partnersuche.   Der Ausdruck hat sich losgelöst vom restlichen und ursprünglichen Inhalt des Märchens vom Froschkönig, in dem die Prinzessin den Frosch eben nicht küßt.
  
Diese Metapher wird häufig gebraucht, weil damit sehr genau die fatalen Auswirkungen der allgegenwärtigen sozialen Norm der vorwiegend von Männern angestrebten Straßenköterkopulation zu Lasten der Frauen und die sich daraus ergebenden Probleme bei der Partnersuche beschrieben werden.

Ein Prinz symbolisiert einen Mann, der langfristige emotionale Bindungen möchte und fähig ist, diese einzugehen.   Ein vergeblich geküßter Frosch ist und bleibt ein Tier. 
Der noch ungeküßte Frosch vermittelt der Prinzessin die Botschaft, daß sie nur durch den Kuß herausfinden kann, ob er ein Prinz ist oder nicht.  Das bedeutet, daß unter dem Diktat der aktuellen sozialen Norm eine Frau nur durch das Zulassen der Erstkopulation herausfinden kann, ob mit einem Mann anschließend eine Langzeitbindung möglich ist oder nicht.  
Jeder Versuch, den Prinzen erkennen zu wollen, ist also nur möglich um den Preis des Risikos, sich beim Küssen eines widerlichen Tieres zu ekeln, ohne daß der Prinz die Belohnung ist. Das bedeutet, daß jeder Versuch, den menschlichen, wertvollen, bindungsfähigen Mann zu erkennen, nur möglich ist um den hohen Preis des Risikos, gedemütigt, mißbraucht und verletzt zu werden, wenn eine Frau einem bindungsunfähigen und -unwilligen Tier Zugang zu ihrem Körper erlaubt und wenn sie ihm gegen ihren Wunsch damit die Einmalkopulation ermöglicht, statt mit der Langzeitbeziehung belohnt zu werden.  

Man kann das Märchen aber auch als eine Geschichte gelungener Emanzipation auffassen.   Der Frosch hat der Prinzessin einen Gefallen getan mit der Gegenforderung, geküßt zu werden ohne Rücksicht darauf, daß sie sich ekelt.   Das bedeutet, ein Mann erwartet von einer Frau rücksichtslos die Befriedigung seiner Triebe, egal ob sie sich mißbraucht und gedemütigt fühlt oder nicht, nur weil er ihr für diesen Zweck einen Gefallen getan hat.
Aber nur im Märchen wird die Prinzessin für ihr emanzipiertes Verhalten belohnt, wenn sie sich dem Ekel verweigert und selbstbewußt die Zumutung an die Wand wirft.   Im Märchen bekommt sie den Prinzen auch ohne Ekel. 
Leider aber gibt es im echten Leben keine vergleichbare Methode.   Eine Verwandlung von triebgesteuerten Tieren in kopfgesteuerte Männer durch an die Wand werfen ist leider nicht möglich.   Kaum eine Frau findet je den bindungswilligen und -fähigen Partner, ohne auf dem Weg dahin unter den Trieben einiger Straßenköter leiden müssen.  


Montag, 20. Oktober 2014

26. Die unsichtbaren Männer - einige Zahlen dazu

26.   Die unsichtbaren Männer - einige Zahlen dazu

Im Eintrag 20 habe ich eine Beobachtung sowie Vermutungen über deren Ursachen beschrieben: Die Männer in der zu mir passenden Altersgruppe scheinen mit zunehmendem Alter immer unsichtbarer zu werden. 
Im folgenden möchte ich das mit einigen Zahlen verdeutlichen.   

Ohne sonstige Suchkriterien habe ich mir auf zwei Partnersuchportalen jahresweise die Zahlen für alle in der zu mir passenden Altersgruppe eingeschriebenen Männer aus ganz Deutschland ausgeben lassen:
 Alter / Portal 1 / Portal 2
61 / 709 / 147
62 / 627 / 137
63 / 524 /   94
64 / 580 / 116
65 / 379 /   78
66 / 331 /   68
67 / 288 /   49
68 / 174 /   31
69 / 194 /   31
70 / 179 /   30
71 / 140 /   12
Die Zahlen gehen von 61 bis 71 sehr deutlich zurück, auf 20% und auf unter 10%.   Mit der im Vergleich zu Frauen kürzeren Lebenserwartung läßt sich dieser Rückgang nicht erklären, denn die Restlebenserwartung eines 61-jährigen Mannes wird mir ca. 25 Jahren angegeben.   Daß Männer ab dem Alter von 61 plötzlich Riesenerfolge bei der Partnersuche haben, ist auch sehr unwahrscheinlich.   Daß die Internetnutzung mit höherem Alter geringer wird, kann sicherlich auch bei weitem nicht diesen deutlichen Unterschied erklären.  

Vielmehr gehe ich davon aus, daß im Alter von 61 und von 71 ein ähnlicher Anteil der Männer ungebunden und einsam ist und daß diese sich in ähnlichem Maße eine Partnerin wünschen.   Auch im Alter von 71 existieren sicherlich noch sehr viele sich nach einer Partnerin sehnende Männer, nur sind sie unsichtbarer und verborgener als mit 61.  

Also läßt sich der beobachtete Effekt wohl wirklich am ehesten so erklären, wie ich das schon im Eintrag 20 ausgeführt hatte:   Männer suchen nur solange nach einer Partnerin, wie ihre Triebe nach einem Frauenkörper verlangen und das auch noch funktioniert.   

Es ist tragisch, es ist zum Verzweifeln:  Gerade die Männer im optimalen Zustand, diejenigen, deren Kopf endlich nicht mehr von Trieben vernebelt ist und die deshalb besonders geeignet sind, um die emotionalen Bedürfnisse von Frauen zu erfüllen, diese Männer verschwinden in die Unsichtbarkeit, wo ich keinen davon finden kann.  

Deshalb an dieser Stelle nochmals mein Appell an alle, die in ihrer Nachbarschaft, Verwandtschaft oder sonst in ihrem Umfeld einen nicht aktiv suchenden Mann kennen, der nicht oder nicht mehr von Trieben beherrscht wird und der sich eine Gefährtin für eine emotional und kognitiv orientierte Partnerschaft wünscht:   Macht ihn und mich glücklich, bringt uns zusammen.   

Sonntag, 19. Oktober 2014

25. Heiraten - ja oder nein?

25.   Heiraten - ja oder nein?

Im Märchen, in Romanen und Filmen ist die Heirat das glückliche Ende.   Die Frau glaubt sich für immer versorgt, der Mann glaubt, für immer grenzenlosen Zugang zu einem Frauenkörper zu haben.
Die Wirklichkeit ist leider anders.    Heiraten hat in Wirklichkeit keinen Einfluß darauf, daß jemandes Bedürfnisse besser befriedigt werden als bei unverheiratetem Zusammenleben.  

Es gibt einige legale Gründe, um zu heiraten.   Das betrifft z. B. diejenigen, die Kinder haben oder wollen.    Manchmal können finanzielle Anreize wie Steuerersparnis ein ausreichender Grund sein.   Wenn ein Partner aus einem Nichtschengenland kommt, kann nur eine Ehe das dauerhafte Zusammensein ermöglichen.    Das betrifft nicht nur diejenigen, die als ehrliche Partner oder auch als Heiratsschwindler auf diese Weise aus der dritten Welt nach Deutschland kommen wollen.   Selbst ein Bürger der USA darf sich als Tourist nur maximal 180 Tage jährlich in Deutschland aufhalten.  

Eine Ehe ist eine Unterschrift auf dem Standesamt.   Dadurch entstehen zwar legale Rechte und Verpflichtungen.   Was das ist, können sich die Ehepartner aber nicht selbst aussuchen, das ist vorgegeben.   Am persönlichen Umgang miteinander ändert diese Unterschrift an sich gar nichts.  
Eine Ehe schützt nicht vor Leiden durch das Verhalten des Partners.   Verheiratet zu sein hindert niemanden daran, rücksichtslos, verantwortungslos und eigennützig den Partner zu verletzen.  
Man kann und sollte vor dem Beginn einer Beziehung eindeutige Absprachen darüber treffen, welches Verhalten nicht akzeptiert wird und welche gegenseitigen Verpflichtungen man eingeht.   Wenn der Partner sich aber nicht daran halten will, ist man dem trotzdem ausgeliefert, völlig unabhängig davon, ob man verheiratet ist oder nicht.   

Aber in dem Fall, daß der Partner sich in unverzeihbarer Weise verhält und das Vertrauen zerstört, z.B. durch Fremdgehen, macht Verheiratetsein die Situation noch schlimmer.   
Wenn man unverheiratet zusammenlebt, kann man den schuldigen Partner sofort vor die Tür setzen oder selbst gehen.    Sobald man die Trauer- und Verarbeitungsphase hinter sich hat, ist man frei, nach einem neuen Partner zu suchen.  
Scheidungen kosten in Deutschland viel Geld.   Hinzu kommt das Trennungsjahr.    Da man in dieser Zeit ja noch gebunden ist, bedeutet das ein volles Jahr der erzwungenen Einsamkeit, bevor man frei ist, um nach einem neuen Partner zu suchen.      

Deshalb war ich nie verheiratet, deshalb suche ich Bindungen, die auch ohne Unterschrift emotional und kognitiv so stark sind, daß ein Mann mir nicht weh tut, weil er nicht riskieren will, mich zu verlieren.  

Freitag, 17. Oktober 2014

24. Warum die meisten Politiker nicht vertrauenswürdig sind

24.   Warum die meisten Politiker nicht vertrauenswürdig sind

Als Politiker im Sinne der folgenden Gedanken bezeichne ich Personen, die gewählt wurden, um zumindestens einen Teil ihrer Zeit mit politischer Arbeit zu verbringen und die dadurch persönliche, vor allem materielle Vorteile haben.    Auch wenn einige Nichtpolitiker auf Posten in der Wirtschaft noch mehr Geld raffen, so bekommen doch Abgeordnete auf Landes- und Bundesebene eine Bezahlung in einer Höhe, von der sehr viele Bürger nur neidisch träumen können.   Menschen mit wenig Einkommen finanzieren mit ihren Steuern das Luxusleben der Politiker.   Und trotzdem sind einige dieser Politiker dann noch so gierig, sich trotz der Alimentierung durch Steuern die meiste Zeit weiterhin der bisherigen Berufstätigkeit zu widmen, um noch mehr Geld zu raffen.

Solche lukrativen Posten sind mit Ehrlichkeit und Kooperation nicht zu erreichen.     Wer auf der politischen Erfolgsleiter nach oben will, dessen Weg ist ein nie endender Machtkampf.    Auf jeder Ebene sind viele oder zumindestens einige Konkurrenten im Wettbewerb um die Posten aus dem Weg zu räumen.    Jedesmal, wenn einer es eine Stufe höher geschafft hat, hat er als der Gewinner mehrere Mitbewerber mit Grausamkeit zu Verlierern gemacht.   
Wer als Kandidat aufgestellt wird, hat also schon mit Intrigen, Brutalität und Manipulation seine mangelnde charakterliche Eignung bewiesen.  Ein ausgeprägter Hierarchieinstinkt ist dafür eine gute Voraussetzung, Rücksichtslosigkeit und zunehmende Verrohung sind die Begleiterscheinung.   Es sei denn, die Verrohung war schon zuvor da und der Antrieb für den Machtkampf.      Daß dann auch noch die Wähler belügt werden, ist da nicht verwunderlich.
Deshalb erstaunt es mich schon lange nicht mehr, über wie viele Skandale, Affären, Betrügereien und Korruption von Politikern berichtet wird, und das, obwohl sicherlich noch mehr verborgen bleibt als das, was aufgedeckt und in den Medien bekannt wird.  

Ein verantwortungsvoller Vertreter seiner Wähler sollte ehrlich, integer und kooperativ sein.    Aber jemand mit diesen Eigenschaften hat im Kampf um Posten und Pfründe keine Chance.    Entweder er verroht, oder er bleibt auf der Strecke.   Es sei denn, jemand wird als Alibifunktion auf einen Platz geschoben, wo er wenig eigenen Einfluß zum Wohle anderer hat.

Die Programme, die Ziele, die Grundideen der Parteien unterscheiden sich substantiell.  Sie sind das geistige Werk von Denkern, die ihre Gedanken ohne Machtkampf entwickeln und aufschreiben konnten und deshalb auch nicht durch Posten und Pfründe korrumpiert waren.  
Aber je erfolgreicher sie sich nach oben kämpfen, desto mehr gleichen sich die Politiker in den Grundeigenschaften von Gier und Eigennutz.   Die Vorteile der Berufsrolle als Politiker schaffen mehr Gemeinsamkeiten als daß sie sich durch die Bevorzugung der Grundideen der eigenen Partei unterscheiden.    

Der Effekt, daß ein Aufstieg in Organisationen nur mit Eigennutz, Grausamkeit und Rücksichtslosigkeit möglich ist, ist selbstverständlich nicht auf die Politik beschränkt.   Nur hat er hier besonders weitreichende Konsequenzen.   Die Wähler und alle Bürger sind die Leidtragenden, wenn sie von den Politikern nur als Stimmvieh für deren Eigennutz benutzt werden. 

Deshalb habe ich mehr Vertrauen zu Menschen, die erfolglos sind als zu denen, die sich erfolgreich in Hierarchien hochgekämpft haben.    Selbstverständlich sind nicht alle erfolglosen Menschen auch kooperativ, rücksichtsvoll und verantwortungsbewußt, aber sie haben zumindestens nicht durch erfolgreiches Nachobenkämpfen das Gegenteil bewiesen.  
 
Das ist der Grund, warum mir ein Mann als Partner dann willkommen ist, wenn er gebildet und intelligent ist und trotzdem nicht den Erfolg im Leben hatte, der durch den Aufstieg in Hierarchien definiert wird.   Wer arm und integer ist, der ist mir weit sympathischer als jemand, der wohlhabend geworden ist und auf dem Weg dahin vielen anderen geschadet hat.

Dienstag, 7. Oktober 2014

23. Was ist rationaler Feminismus?

23.   Was ist rationaler Feminismus? 


Viele übersetzen für sich den Begriff 'Feminismus' mit Männerhasserei, ohne aber weiter über die eigentliche genauere Bedeutung nachzudenken.   Es gibt mehrere sehr unterschiedliche Formen des Feminismus, die leider meistens nicht genügend unterschieden werden.   Das führt zu vielen Mißverständnissen.  Die Selbstzuordnung zu einer der Formen schließt zwar gleichzeitig die anderen Formen aus, ohne daß aber für andere erkennbar ist, welche Form gemeint ist.

1.   Instinktbetonend und matriarchalisch 
 
Das Ziel dieser Form des Feminismus ist die Aufwertung des weiblichen Instinktverhaltens.    Die Aufzucht von Kindern wird als Lebensziel und Lebensinhalt von Frauen nicht in Frage gestellt. Alles diesem Ziel dienende Verhalten soll einen besseren Platz im gesellschaftlichen Leben bekommen, sowohl das direkte der Erziehung und Hausarbeit, als auch das indirekte, das durch eine Gestaltung des Körpers mit Mode und Kosmetik die Ausbeutbarkeit des Versorgers zugunsten der Kinder sicherstellen soll.   

Diese Form des Feminismus ist tendenziell antagonistisch gegenüber Männern. 

2.   Instinktignorierend
 
Diese Form des Feminismus ignoriert und leugnet die evolutionär bedingten, deutlichen biologischen und physiologischen Unterschiede.   Die zu Recht geforderte Chancengleichheit wird mit einer fälschlich angenommenen biologischen Gleichheit begründet.    

Zum einen werden dadurch Männer zu der falschen Annahme gebracht, daß eine Befreiung von den traditionellen sozialen Normen vorteilhaft für die Frauen wäre. Dann würde die Straßenköterkopulation auch für Frauen erstrebenswert und Männer würden ihre Triebe mit weniger Widerstand ausleben können.   Das Ergebnis davon sind belästigte Frauen und durch Abweisung frustrierte Männer.

Außerdem wird verhindert, daß Frauen sich über die tatsächliche starke Wirkung ihres Äußeren auf die Instinkte der Männer im klaren sein und sich entsprechend zweckmäßig verhalten können.  
Dadurch, daß die Macht der männlichen Instinkte unterschätzt wird, wird auch das Maß an Selbstkontrolle unterschätzt, das Männer brauchen, um ihr Verhalten nicht in abträglicher Weisen von instinktiven Reaktionen determinieren zu lassen.  
Frauen, die durch aufreizende Aufmachung und provozierendes Verhalten das Tier im Mann stark ansprechen, werden nicht respektiert und im schlimmsten Fall sogar Opfer von Gewalt.   Diese Form von Feminismus verhindert leider, daß Frauen die Wirkung dessen erkennen, was sie selbst mitverursachen.   Nicht nur schaden und gefährden sich Frauen dadurch auch selbst, das ist sogar unfair gegenüber denjenigen der Männer, die unnötig viel Selbstkontrolle brauchen, weil sie menschlich bleiben und nicht zum Tier werden wollen.   

Dieser Feminismus trägt zur Gefährdung der Frauen bei, macht aber auch Männern das Leben unnötig schwer.  

3.  Rationaler und humanistischer Feminismus
   
Nur diese Form des Feminismus kann den antagonistischen Geschlechterkampf überwinden, denn dabei sind die Instinkte der gemeinsame Feind von Frauen und Männern.   Das gelingt in der Zusammenarbeit, bei der Frauen und Männer sich der biologischen Unterschiede bewußt sind, sie als Realität anerkennen und sich gemeinsam bemühen und dafür einsetzen, die schädigende Macht der Instinkte und Triebe zu überwinden.
Da die Lasten und Leiden der Arterhaltung einseitig die Frauen weit schlimmer benachteiligen als die Männer, bringt die Verminderung dieser Nachteile den Frauen mehr Erleichterung als den Männern.   Daher ist es eine Form des Feminismus, obwohl auch Männern Möglichkeiten eröffnet werden, die ihnen im Falle der Instinktgetriebenheit unzugänglich sind.  
Während bei den körper- und fortpflanzungsorientierten Instinkten Frauen und Männer sich sehr stark unterscheiden, sind kognitive und emotionale Bedürfnisse nach Nähe, Zusammengehörigkeit, Bindungen bei beiden Geschlechtern nicht oder wenig unterschiedlich.   Das aber kann nur dann erlebt werden, wenn störende Triebe das nicht verhindern.    
Rationaler und humanistischer Feminismus fördert die beglückenden Aspekte im Paarverhalten, die durch die nur menschlichen Fähigkeit des kognitiven und emotionalen Erlebens ermöglicht werden.  


In diesem Sinne verstehe ich mich als rationale Feministin, aber weder der instinktbejahende noch der instinktleugnende Feminismus paßt zu mir.    

Sonntag, 5. Oktober 2014

22. Wie verbreitet ist das männliche Straßenköterverhalten?

22.  Wie verbreitet ist das männliche Straßenköterverhalten?

In der ZEIT vom 21. 8.2014 auf Seite 35 habe ich diese Aussage von Volkmar Sigusch gelesen: "Etwa 95 Prozent der Sexualakte findet in festen Beziehungen statt."    
Da Sigusch ein renommierter Wissenschaftler ist, nehme ich diese Aussage ernst genug für einen Deutungsversuch.

Suchziele und Aussagen in Profilen bei Partnersuchportalen und in Foren im Internet vermitteln mir den Eindruck, daß eine sehr große Mehrheit der Männer die straßenköterhafte Einmalkopulation mit einem mit einer Closchüssel verwechselten weiblichen Körper anstreben oder zumindestens als eine mögliche Option in Betracht ziehen.    Diese Männer wollen ihre evolutionsbiologisch erklärbaren Triebe rücksichts- und verantwortungslos ausleben.   Sie sehen das als ihr selbstverständliches Recht an und haben sogar noch die Wahnvorstellung, daß sie damit Frauen beglücken. 
In den Medien wird die Straßenköterkopulation längst als soziale Norm dargestellt und propagiert.  
Wenn Frauen damit nicht einverstanden sind, werden sie als verklemmt, prüde, frigide und gestört diffamiert.

Siguschs Zahl von 95 % klingt oberflächlich betrachtet zunächst so, als wäre alles doch nicht so schlimm wie mein Eindruck.   Bei genauerer Betrachtung ist es aber erschreckend, daß jeder 20. Sexualkontakt eine Straßenköterkopulation ist.   
 
Um diese Zahl zu interpretieren, muß man die beiden Geschlechter getrennt betrachten.   

Die 5 % der Fälle konzentrieren sich bei den Frauen auf die Prostituierten, die sich für den Selbstmißbrauch bezahlen lassen.    Wenn man das berücksichtigt, scheint es immerhin außer mir auch noch viele andere Frauen mit Selbstbewußtsein und Selbstachtung zu geben, die den Zugang zu ihren Körpern ohne feste Beziehung verweigern.   

Bei den Männern hingegen ist die Annahme plausibel, daß sich die 5 % aller Fälle, bei denen es einem Mann gelungen ist, sich gegen Bezahlung, mit Druck und Gewalt oder mit Lüge und Manipulation mißbrauchenden Zugang zu einem weiblichen Körper zu verschaffen, in unbekannter Weise sowohl auf gebundene Fremdgänger als auch auf die ungebundenen Männer ohne Beziehungswunsch verteilen.    Deshalb sind die 5 % kein aussagekräftiges Indiz für das tatsächliche Maß der wahllosen Triebgesteuertheit.   Die 5 % sind vielmehr nur die Quote bei den Männern, deren Dreistigkeit und Rücksichtslosigkeit bei ausreichend dummen und/oder käuflichen Frauen so erfolgreich waren, daß die angestrebte Straßenköterkopulation tatsächlich stattgefunden hat.    Es wären sicherlich noch wesentlich mehr als 5 %, würden sich mehr Frauen in dieser Form mißbrauchen lassen.    Einige, vielleicht sogar viele Männer wählen die feste Beziehung nur als das kleinere Übel, wenn sie andernfalls bezahlen müßten oder abgewiesen würden.   

Daß 5 % der Sexualkontakte in der Form von Straßenköterkopulation stattfindet, sagt deshalb leider nichts darüber aus, welcher Prozentsatz der Männer sich eben nicht nur derart verhält, sondern auch sich bei passender Gelegenheit so verhalten würde.   

Ich beurteile Männer nicht nach dem, was sie in Abhängigkeit einer Gelegenheit tatsächlich tun oder nicht tun, sondern nach der Einstellung, was sie bei sich bietender Gelegenheit tun würden.  Ich finde nicht nur Straßenköter abscheulich, sondern auch die Möchtegernstraßenköter.  

Männer, die Frauen nicht ohne langfristige emotionale Bindungen anrühren, die sind wertvoll und selten.    Einen solchen suche ich als Partner.